

Die Zielsetzung ist klar: «Zero Hunger». Bis wann das erreicht werden sollte, ebenfalls: bis 2030. Dafür tut Swissaid (fast) alles. So nahm die Organisation an einem «Ernährungsbericht der Allianz Sufosec» (Alliance for Sustainable Food Systems and Empowered Communities) teil. Sie sei sogar «wesentlich daran beteiligt», vermeldet sie stolz.
Auch diese Sufosec hat hochgesteckt Ziele. «Bis 2024 will die Allianz nachhaltig produzierte und ausreichend zur Verfügung stehende gesunde Ernährung ermöglichen und so die Mangelernährung und den Hunger in den Sufosec-Projekten um 20 Prozent zu reduzieren.»
Nun wird es einen Moment kompliziert:

Das ist eine Tabelle, die die Mangelernährung oder gar Hunger in insgesamt 27 «Projekten» darstellen soll. Damit das Ganze möglichst unverständlich und unvergleichbar wird, hat Sufosec den Begriff «Prävalenz zu Hunger» sowie «Prävalenz zu Mangelernährung» erfunden. Analog zum Begriff «Armutsgefährdung«, was nicht das Gleiche wie Armut ist.
Im Jahr 2021 lag nun dieser «Hunger-Prävalenzmedian» bei 24 Prozent, der Median von «Mangelernährung oder Hunger» bei 72 Prozent. Die Zielwerte im Jahre 2024 sollen 20 Prozent Hunger und 58 Prozent Mangelernährung oder Hunger betragen.
So unverständlich das alles ist, eines ist leider klar: beide Werte werden nicht erreicht werden. Das macht aber nichts, weil das ja nicht ein Versagen der Planung bedeutet, sondern lediglich, dass noch viel mehr Geld ausgegeben werden muss, um die Ziele dennoch zu erreichen. Irgendwann, irgendwo, irgendwie.